Ufhusen hält dem Druck Stand

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WINFORCE Challenge League / Westgruppe / 3. Runde / Ufhusen – Sense

Mit einer ganz starken Mannschaft und einer geschlossenen Teamleistung erkämpft sich der TV Ufhusen den so wichtigen Heimsieg gegen die RS Sense. Die Westschweizer mussten dabei auf zwei Leistungsträger verzichten.

Ein Blick auf die Wettkampfiste der Hinterländer zeige: man wollte den Sieg unbedingt in der eigenen Halle behalten. Für den TVU bestand die Chance, sich für die Halbfinalqualifikation entscheidend in Position zu bringen. Für die Westschweizer wäre ein Sieg dringend notwendig gewesen, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Überraschend war das Fehlen von Stefan Weber (Leihringer des RC Belp). Zudem musste Sense verletzungsbedingt auf Dario Decorvet verzichten.

Knappe Kämpfe in der ersten Halbzeit

Der TV Ufhusen startete bestens in den Kampf. Lukas Zimmermann kämpfte gegen den bisher noch ungeschlagenen Jan Faller konzentriert und führte während der ganzen Wettkampfdauer. Gegen Ende der Begegnung machte sich bemerkbar, dass der Ufhuser die ganze Woche krank war – trotzdem brachte er den Sieg über die Runden. In einem ereignisarmen Kampf erfüllte Felix Scherrer gegen Kranzschwinger Steven Moser seine Aufgabe. Die Verstärkung der RCW Lions unterlag nur knapp mit 1:2 Mannschaftspunkten. Sehr gut startete Mathias Schwegler gegen Routinier Pascal Jungo. Schwegler war gut auf den Kampfstiel von Jungo eingestellt und musste nur wenige Punkte preisgeben. Kurz vor Ablauf der ersten Hälfte kam Jungo dann mit einem Hüfter zum Schultersieg. Trainer Michael Bernet bekam es mit dem ganz starken Benno Jungo zu tun. Mit seiner kräftigen Kampfweise machte Bernet dem Freiburger das Leben schwer. Jungo konnte nur selten angreifen und erzielte auch entsprechend wenig Punkte. Kurz vor Ablauf der Wettkampfzeit holte sich Bernet mit der letzten Kraft einen Wertungspunkt zum 1:4. Die 1:2 Niederlage nach Mannschaftspunkten geht mehr als in Ordnung! Wenig Mühe bekundete Raphael Schärli mit Daniel Cottin. Der Debütant für die RS Sense konnte den schnellen Angriffen von Schärli nur wenig entgegensetzen. Mitte der zweiten Halbzeit beendete Schärli den Kampf vorzeitig durch Technische Überlegenheit. 8:9 Punkte lautete der knappe Pausenstand. Trotzdem waren die Hinterländer auf Kurs.

Erster Sieg für Simon Marti

In Halbzeit zwei jagte ein Highlight das andere. Die Hinterländer waren wie entfesselt, für die Westschweizer kam es knüppeldick. Klaus Bernet eröffnete gegen Pascal Sperisen die Serie von fünf Siegen für Ufhusen. Bernet kämpfte konzentriert und bestimmte das Kampfgeschehen beim 8:2 Sieg. Einen souveränen und überzeugenden Auftritt zeigte Nino Bernet gegen Esteban Tscharner. Der junge Westschweizer in Diensten von Sense besiegte vor Wochenfrist Routinier Xavier Eggertswyler. Bernet stand gut, griff mutig an und münzte die Angriffe von Tscharner in Wertungspunkte um. Am Ende zeigte die Anzeigetafel einen klaren 13:1 Erfolg für den Athleten des TVU. Der 17 jährige Simon Marti nahm den Schwung gleich mit. Er drückte dem Freistilkampf gegen Grecospezialist Ismajili von Beginn an den Stempel auf. Marti punktete munter und konterte die Angriffsversuche des Westschweizers. Mit 19:4 Punkten beendete er den Kampf vorzeitig und kam so zu einem ersten – und bestimmt nicht letzten – Sieg in der Challenge League! Remo Fallegger wusste bis 74 kg Freistil erneut zu überzeugen. Er kämpfte abgeklärt und konzentriert und war beim 6:0 Punktesieg nie in Gefahr. Im abschliessenden Kampf des Abends kam Alex Knecht zu seinem ersten Einsatz für Ufhusen. Obwohl er sich im Freistil wohler fühlt, stellte sich der Leihringer der Lions in den Dienst des Teams und trat im Greco an. Knecht kämpfte offensiv und machte Tempo. Diese Kampfführung wurde belohnt. Dank starken Durchdrehern am Boden kam der in Geiss wohnhafte Ringer zu einem klaren 11:0 Erfolg.

In der Endabrechnung siegte Ufhusen somit klar mit 24:12 Punkten. Das Resultat klingt klar, die Begegnung war allerdings sehr spannend und unterhaltsam. Sense wurde unter Wert geschlagen. Ohne die Abwesenheit von Weber und Decorvet wäre das Ergebnis vermutlich äusserst knapp ausgefallen.

Nun steht für Ufhusen am Wochenende die Auswärtsbegegnung in Martigny an, bevor es in zwei Wochen zu Hause gegen Domdidier eventuell bereits zur Vorentscheidung kommt.

Bericht: Christian Hügi

Telegramm:

Ufhusen – RS Sense 24:12 (Pause 8:9), Kampfrichter: René Grütter, RS Sense

57 F: Lukas Zimmermann – Jan Faller 13:10 / 2:1

61 G: Mathias Schwegler – Pascal Jungo 0:10, Schulterniederlage / 0:4

65 F: Raphael Schärli – Daniel Cottin 16:0 / 4:0

70 G: Nino Bernet – Esteban Tscharner 13:1 / 3:1

74 F: Remo Fallegger – David Schneuwly 6:0 / 3:0

74 G: Alex Knecht – Alexander Schneuwly 11:0 / 3:0

80 F: Simon Marti – Isidor Ismajili 19:4 / 4:1

86 G: Klaus Bernet – Pascal Sperisen 8:2 / 3:1

97 F: Michael Bernet – Benno Jungo 1:4 / 1:2

130 G: Felix Scherrer – Steven Moser 1:2 / 1:2

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