Überraschender Startsieg für Ufhusen

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WINFORCE Challenge League / Westgruppe / 1. Runde / Ufhusen – Sense

Mit einem jungen Team trat Ufhusen zu Hause gegen die RS Sense an. Die Freiburger waren zu favorisieren, mussten aber ihrerseits die ein oder andere Absenz beklagen. So kam es dann, dass die Hinterländer eher etwas überraschend mit einem Sieg in die Saison 2018 starten konnten.

Die Mannschaft des TVU gefiel und wusste auch zu überzeugen. Mit Ausnahme von Schwergewichtler Patrick Bösch kämpften für die Hinterländer ausschliesslich Athleten, welche das Ringen in Ufhusen erlernt haben. Unter Berücksichtigung der Athleten, welche in diversen Teams der 1. Liga kämpften, standen am vergangenen Wochenende knapp 15 Athleten des TV Ufhusen auf einer Matte – irgendwo in der Schweiz.

Kopf- an Kopfrennen in Halbzeit eins

Eröffnet wurde die Begegnung bis 57 kg durch Lukas Zimmermann und Kay Neyer. Der junge Neyer ist der Sohn des Alt-Internationalen René Neyer und verstärkt die RS Sense in dieser Saison. Normalerweise bestreitet er seine Kämpfe für die RR Einsiedeln. Zimmermann kämpfte trotz Nachwehen vom Gewichtmachen gut mit. Er war gut auf Kurs, musste sich dann aber wenige Sekunden vor Schluss unglücklich auf die Schultern betten lassen. Wenig besser erging es Bösch im Schwergewicht. Die Routine des 44-fachen Kranzschwingers Michael Nydegger war zu gross. Der Gast, welcher seine Zwilchhosen in diesem Frühling an den Nagel gehängt hat, siegte ebenfalls mit der Maximalwertung. Die Uhr zeigte bereits 0:8 Punkte und man mochte einen unschönen Ausgang für das Heimteam erahnen. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass nur noch ein Ufhuser die Matte als Verlierer verlassen wird. Den Anfang machte Mathias Schwegler. Er hatte den jungen Jan Faller gut im Griff und kam im Verlauf der zweiten Hälfte zum vielumjubelten Schultersieg. Simon Marti nahm den Schwung gleich mit. Er liess sich vom ersten missglückten Angriffsversucht trotz 0:4 Rückstand nicht irritieren. Der 18 jährige Landwirt drehte auf, holte sich Zähler um Zähler und punktete Nicolas Sturny souverän aus. An Spannung kaum zu überbieten war die Begegnung zwischen Silvan Zwyer und Pascal Jungo. Zwyer kämpfte wie gewohnt furchtlos. Routinier Jungo hatte sich gut auf den ungestümen Hinterländer eingestellt. Trotzdem kam Zwyer mit drei Angriffen durch und siegte beim 8:8 dank der höheren Einzelwertung! Solche Kämpfe gilt es zu gewinnen. Der Einfluss auf die Mannschaftswertung ist überblickbar – der Motivationsschub fürs Team aber nicht zu unterschätzen.

HP

Bild: Mathias Schwegler (rot) legte mit seinem Sieg gegen Jan Faller den Grundstein zur Aufholjag des TVU mit fünf Siegen in Serie! / Foto: Luzia Lötscher

Ein Debut und vier Siege

Klaus Bernet traf einmal mehr auf Pascal Sperisen. Dessen Kampfstil liegt Bernet nicht besonders und er bekundete lange Zeit Mühe. Mit der Schlusssirene konterte Bernet einen letzten Angriff Sperisens und kam etwas glücklich zu einer Viererwertung. Beim Stand von 8:8 gab erneut die höhere Einzelwertung den Ausschlag zum Sieg. Ufhusen konnte sich somit einen weiteren 2:1 Sieg gutschreiben lassen. Der Auftritt von Joel Marti bis 70 kg gefiel. Der 16 jährige kämpfte unglaublich abgeklärt und wehrte alle Angriffsversuche seines Kontrahenten erfolgreich ab. Mit 15:0 Punkten siegte Marti durch Technische Überlegenheit. Zu seinem Debut kam Kilian Kneubühler gegen Benno Jungo. Kneubühler, der den Weg zum Ringen via Grappling und Brazilian Jiu-Jitsu gefunden hat, musste gegen den Starken Jungo noch Lehrgeld bezahlen. Trotzdem waren gute Ansätze zu erkennen. In der letzten Begegnung kam Raphael Schärli zu seinem ersten Kampf nach einer längeren Verletzungspause. Mit variantenreichen Angriffen erkämpfte sich Schärli seine Punkte und siegte verdient gegen Qais Mohammadi. Der kampflose Sieg von Dario Steinmann (Sense konnte keinen Ringer stellen) war dann nur noch eine Randnotiz. Gerne hätte man den jungen Ufhuser ebenfalls im Einsatz gesehen.

Nun wartet Wundertüte Domdidier

Mit 23:16 fiel der Sieg dann ordentlich hoch aus. Für Ufhusen lief sicherlich vieles gut an diesem Abend. Trotzdem ist der Sieg alles andere als gestohlen und stimmt positiv für den weiteren Verlauf der Meisterschaft. Am kommenden Samstag wartet nun Domdidier. Erwartungsgemäss waren die Westschweizer gegen das Team Valais chancenlos. In welcher Verfassung man Domdidier am Samstag erwarten darf, ist trotzdem nur schwer abzuschätzen.

Bericht: Christian Hügi

Telegramm:

Ufhusen – RS Sense 23:16 (Pause 10:9), Kampfrichter: Claude-Alain Putallaz

57 F: Lukas Zimmermann – Kay Neyer 8:14, Schulterniederlage / 0:4

61 G: Mathias Schwegler – Jan Faller 15:2, Schultersieg / 4:0

65 F: Silvan Zwyer – Pascal Jungo 8:8 / 2:1

70 G: Joel Marti – Mangal Khan 15:0 / 4:0

74 F: Raphael Schärli – Qais Mohammadi 13:6 / 3:1

74 G: Dario Steinmann – kein Ringer / 4:0

80 F: Kilian Kneubühler – Benno Jungo 0:16 / 0:4

86 G: Klaus Bernet – Pascal Sperisen 8:8 / 2:1

97 F: Simon Marti – Nicolas Sturny 20:4 / 4:1

130 G: Patrick Bösch – Michael Nydegger 0:5, Schulterniederlage / 0:4

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