Ufhusen patzt in Domdidier

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WINFORCE CL / Westgruppe / zweite Runde / Domdidier – Ufhusen

Der CO Domdidier stellte seine Aufstellung im Vergleich zum ersten Saisonkampf fast gänzlich auf den Kopf. Auf der anderen Seite wollte es dem TVU einfach nicht laufen. Am Ende resultierte eine absolut unnötige 15:20 Niederlage aus Sicht der Hinterländer.

Bei der Verabschiedung der Teams konnte man nicht nur bei den zahlreich mitgereisten Fans in einige leere Gesichter blicken. Was vor Wochenfrist perfekt lief, wollte am vergangenen Samstag einfach nicht gelingen. Im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf ist die Niederlage nicht weiter schlimm. Allerdings hat man eine perfekte Ausgangslage nun verspielt.

Da und dort blieben Punkte liegen

Lukas Zimmermann zeigte sich angriffiger als noch vor Wochenfrist. Trotzdem konnte er den knappen Vorjahressieg nicht wiederholen und musste diesmal mit 8:9 knapp als Verlierer von der Matte. Gut startete Florian Lustenberger im Schwergewichtskampf gegen Alexander Loup. Mit dem weiteren Kampfverlauf kamen unnötige Punktverluste hinzu. Lustenberger gewann seinen Kampf knapp nach Punkten. Trotzdem wäre sicherlich ein höheres Resultat möglich gewesen. Einen ersten richtigen Dämpfer gab es dann bis 61kg im Greco. Mathias Schwegler war gegen Leihringer Patrick Rölli (RRH) chancenlos. Rölli stand wie eine Wand und brachte Schwegler nahe an die Verzweiflung. Die Niederlage durch Technische Überlegenheit war die logische Konsequenz. Einen rabenschwarzen Abend musste Simon Marti einfahren. Der 22-fache Kranzschwinger Vincent Roch konterte aus allen möglichen und unmöglichen Positionen. Trotzdem startete Marti gut und ging in Führung. Dann erwischte Roch, welcher in diesem Jahr den Kranz am Weissenstein-Schwinget holte, den jungen Ufhuser eiskalt und kam zum Schultersieg. Obwohl Silvan Zwyer gegen Beni Gomes ebenfalls einen Schultersieg für Ufhusen holte, war der Rückstand mit 7:11 Punkten zur Pause bereits sehr hoch – zu hoch, wie sich später zeigen sollte.

Zu wenig zwingendes Ufhusen

Ebenfalls nicht über einen Mini-Sieg (2:1) hinaus kam Klaus Bernet. Er fand gegen den kompakt stehenden Thibaut Lambert zu wenige Mittel. Insgesamt fünf der zehn Begegnungen endeten mit 2:1 oder 1:2 Mannschaftspunkten. Solche Resultate versprechen für die Zuschauer knappe und spannende Kämpfe, bringen die Teams in der Mannschaftswertung allerdings kauf vorwärts. Erneut zu überzeugen wusste Joel Marti. Er zeigte gegen Routinier Xaver Eggertswyler über die volle Kampfdauer eine ganz starke Leistung. Nur ganz wenig fehlte zum Überraschungssieg des Ufhusers. Trotz grossem Gewichtsunterschied liess Nino Bernet gegen den jungen Claudio Soares nichts anbrennen und kam früh zum Schultersieg. Was Domdidier dann auf die Matte schickte liess die Ufhuser staunen. Mit Noam Dessibourg betrag ein junger Judoka die Matte, welcher während einem Austauschjahr in den USA den Ringsport an einem College erlernt hat. Er lieferte sich mit Raphael Schärli einen Freistilkampf auf hohem Niveau. Schärli musste dabei die Matte für einmal knapp als Verlierer verlassen. Domdidier dürfte noch viel Freude an diesem Talent haben. Im abschliessenden Kampf hätte der junge Dario Steinmann einen Überraschungssieg gegen Denis Ismajili landen müssen. Der Westschweizer liess nichts anbrennen und siegte mit der Maximalpunktzahl.

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Nino Bernet (blau) überzeugte trotz Gewichtsunterschied mit einem Schultersieg. Foto: Luzia Lötscher

Mit 15:20 ging Ufhusen doch eher überraschend als Verlierer von der Matte. Die Aufstellung Domdidiers war sicherlich stark. Trotzdem wäre mit etwas mehr Entschlossenheit im einen oder anderen Kampf für die Hinterländer mehr möglich gewesen. Nun geht es darum, aus dem Erlebten zu lernen und diesen Kampf abzuhacken. Am kommenden Samstag erwartet man zu Hause den unangefochtenen Leader, das Team Valais.

Bericht: Christian Hügi

Telegramm:

Domdidier – Ufhusen 20:15 (Pause 11:7), Kampfrichter: Claude-Alain Putallaz

57 F: Nathan Morier – Lukas Zimmermann 9:8 / 2:1

61 G: Patrick Rölli – Mathias Schwegler 15:0 / 4:0

65 F: Benedict Gomes Da Costa – Silvan Zwyer 2:4, Schulterniederlage / 0:4

70 G: Xavier Eggertswyler – Joel Marti 3:1 / 2:1

74 F: Noam Dessibourg – Raphael Schärli 9:6 / 2:1

74 G: Denis Ismajili – Dario Steinmann 4:0, Schultersieg / 4:0

80 F: Claudio Soares – Nino Bernet 0:6, Schulterniederlage / 0:4

86 G: Thibaut Lambert – Klaus Bernet 1:2 / 1:2

97 F: Vincent Roch – Simon Marti 8:3, Schultersieg / 4:0

130 G: Alexandre Loup – Florian Lustenberger 2:5 / 1:2

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